Bevern (zir). Auf der Baustelle des künftigen Naturbads in Bevern sind wesentliche Bauabschnitte abgeschlossen. Die Schwimmbecken samt technischer Ausstattung gelten als fertiggestellt. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Wiederherstellung der Außenflächen sowie auf vorbereitende Maßnahmen für die Aufstellung von Containern, die voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai installiert werden sollen.
Zeitgleich laufen die Bepflanzungen in den neu angelegten Grünbereichen. Zuvor waren bereits Rückschnitt- und Pflegearbeiten in den Randzonen des Geländes durchgeführt worden. Das bestehende Eingangsgebäude steht noch, soll jedoch in Kürze abgerissen werden. Für den geplanten Neubau wurde das Vergabeverfahren bereits gestartet.
Auch an den Becken selbst wird aktuell weitergearbeitet: Sie werden gereinigt und für eine erneute Befüllung vorbereitet, die im Laufe des Aprils erfolgen soll. Anschließend ist eine mehrwöchige Phase notwendig, um die Wasseraufbereitung und die gesamte Technik einzuregulieren.
Öffnung zu den Sommerferien angestrebt
Nach Angaben der Verwaltung bleibt das Ziel bestehen, das Naturbad zu Beginn der Sommerferien in Niedersachsen Anfang Juli zu eröffnen. Voraussetzung ist, dass die verbleibenden Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden können. Da das neue Eingangsgebäude zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich noch nicht zur Verfügung steht, wird eine vorübergehende Nutzung ohne Eintrittsgebühren geprüft. Eine abschließende Entscheidung dazu steht noch aus.
Kritik an vermeintlichem Stillstand zurückgewiesen
Die Einschätzung, auf der Baustelle sei aktuell kaum Fortschritt erkennbar, teilt die Verwaltung nicht. Nach der witterungsbedingten Pause im Winter seien die Arbeiten schrittweise wieder aufgenommen worden. Verschiedene Gewerke seien parallel im Einsatz gewesen, um verlorene Zeit aufzuholen und den Zeitplan einzuhalten.
Projektkosten deutlich gestiegen
Für den Umbau des bisherigen Freibades zu einem Naturbad werden derzeit rund 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Damit liegen die Kosten etwa eine Million Euro über der ursprünglichen Kalkulation. Als Ursachen werden unter anderem höhere Aufwendungen beim Rückbau, zusätzliche Arbeiten aufgrund der Bodenverhältnisse sowie Anpassungen in der Planung genannt. Auch der Neubau des Eingangsbereichs und Änderungen an der geplanten Wasserrutsche schlagen zu Buche.
Gleichzeitig konnten zusätzliche Fördermittel in Höhe von rund 168.000 Euro eingeworben werden. Die Wasserrutsche selbst wird allerdings erst in der Saison 2027 zur Verfügung stehen, da Förderbedingungen und Lieferzeiten eine frühere Umsetzung nicht zulassen. Die dafür notwendige Infrastruktur ist bereits vorbereitet.
Baustellenführung geplant
Für Interessierte ist erneut eine Besichtigung der Baustelle vorgesehen. Diese soll Ende April oder Anfang Mai stattfinden. Die Verwaltung betont, dass das Projekt bereits weit fortgeschritten sei und mit Hochdruck auf die Fertigstellung hingearbeitet werde.

Fotos: Samtgemeinde Bevern