Hameln (red). Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt den Beschluss des Stadtrats vom 13. März zur Realisierung der Fahrradbrücke Nord. Mit der Festlegung auf die Trasse zwischen der „Breslauer Allee“ und der „Fontanestraße“ sowie der Freigabe der weiteren Planung sei eine zentrale Forderung der Grünen umgesetzt worden.
Petra Scheller, Vorsitzende des Ortsverbands, erklärte, die Nordbrücke sei „ein echter Gewinn für die Lebensqualität in unserer Stadt“. Dass das Vorhaben nun konkrete Formen annehme, sei maßgeblich der Beharrlichkeit der eigenen Fraktion zu verdanken. „Es zeigt sich einmal mehr: Wenn die Grünen mitgestalten, bekommt der umweltfreundliche Verkehr endlich den Stellenwert, den er für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung braucht. Diese Entscheidung ist das Ergebnis konstruktiver Zusammenarbeit für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“ Zudem verwies sie darauf, dass auch Mittel des Landes Niedersachsen aus dem „Kommunalen Fördergesetz“ der rot-grünen Landesregierung zur Umsetzung beitrügen.
Weitere Verbesserungen gefordert
Trotz des Fortschritts sehen die Grünen weiteren Handlungsbedarf. Die Situation auf der Thiewallbrücke und der Münsterbrücke sei für Radfahrende weiterhin unzureichend. Samuel Everding, Co-Vorsitzender des Ortsverbands, erklärte, die Nordbrücke entlaste zwar, löse jedoch nicht das Sicherheitsproblem im Zentrum der Stadt. Man halte an der Forderung fest, auch auf den bestehenden Brücken deutliche Verbesserungen umzusetzen. Es dürfe nicht bei einer Teillösung bleiben, Radverkehr müsse im gesamten Stadtgebiet sicher und attraktiv gestaltet werden.
Für die Grünen stellt die Nordbrücke zudem nur einen ersten Schritt dar. Perspektivisch sei eine weitere Querung im Süden notwendig, um die Trennung durch die Weser umfassend zu überwinden. Ziel sei ein durchgängiges Netz, das alle Stadtteile verbinde und so mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewege.