Holzminden (zir). Mit dem symbolischen Spatenstich hat Symrise am 21. Mai 2026 den zweiten Bauabschnitt seines Logistikzentrums in Holzminden auf den Weg gebracht. An der „Wilhelm-Haarmann-Straße“ entsteht in den kommenden Monaten eine deutlich erweiterte Logistikinfrastruktur, mit der der Konzern seinen Hauptstandort weiter stärken will. Rund 25 Millionen Euro investiert Symrise in das Projekt, das im März 2028 fertiggestellt sein soll.
Neues Hochregallager mit rund 10.000 Stellplätzen
Der zweite Bauabschnitt ergänzt die bereits vorhandene Logistikstruktur und soll künftig mehr Raum, Tempo und Übersicht in die Warenströme bringen. Geplant ist ein vollautomatisiertes Hochregallager mit rund 10.000 Stellplätzen. Das Gebäude soll etwa 98 Meter lang, 22 Meter breit und 24 Meter hoch werden. Hinzu kommt ein zweigeschossiger Verbindungsbau mit einer Länge von rund 52 Metern, einer Breite von 11,5 Metern und einer Höhe von 11,5 Metern.
Betrieben werden soll das erweiterte Logistikzentrum vom Symrise-Logistikdienstleister Symotion. Ziel ist es, Anlieferung, Lagerung und Versand stärker zu verzahnen, Abläufe digital zu steuern und die Lieferfähigkeit des Unternehmens weltweit weiter zu verbessern.
Teil der langfristigen Standortentwicklung
Das Bauvorhaben gehört zum Infrastrukturprogramm „Vision 2035“, mit dem Symrise in den kommenden Jahren gezielt in den Standort Holzminden investieren will. Für den Konzern ist der Ausbau deshalb mehr als ein reines Bauprojekt: Er soll die Leistungsfähigkeit der Logistik erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Hauptstandort langfristig weiterentwickeln.
Auch für die Stadt sieht Symrise Vorteile. Durch die stärkere Bündelung logistischer Abläufe am Stadtrand sollen große Fahrzeuge künftig seltener durch die Innenstadt fahren müssen. Das Unternehmen verbindet damit die Erwartung, Verkehrswege zu entlasten und die Warenströme rund um die Werke geordneter zu führen.
Jean-Yves Parisot, Vorstandsvorsitzender von Symrise, ordnete das Projekt beim Spatenstich in den laufenden Wandel des Unternehmens ein. Im Rahmen von „ONE Symrise“ gehe es darum, Prozesse transparenter, digitaler und effizienter zu gestalten. In seiner Rede sagte er: „Dieses Logistikzentrum zahlt direkt auf eine unserer zentralen Prioritäten ein: operative Exzellenz. Wir wollen als starkes Unternehmen handeln – heute und in Zukunft.“
Walter Ribeiro betonte die Bedeutung des Projekts für die Neuausrichtung der Konzernlogistik. Mit dem Ausbau sollen Lieferketten leistungsfähiger werden und der Kundenservice weiter an Qualität gewinnen. Zugleich hob er hervor, dass mit der Arbeitsgemeinschaft aus Dr. Schoppe und Kögel + Nunne zwei heimische Unternehmen als Generalunternehmer für die Bauleistung gewonnen wurden.
Symotion-Geschäftsführer Jens Bädje richtete den Blick auf die praktischen Abläufe im künftigen Betrieb. Kürzere Wege, klare Prozesse und digitale Strukturen sollen dafür sorgen, dass Waren künftig präziser bewegt und just-in-time-Lieferungen besser auf Produktion und Kundenwünsche abgestimmt werden können.
Bürgermeister Christian Belke bezeichnete den Spatenstich als wichtiges Zeichen für die Region. Er sagte: „Heute setzen wir keinen gewöhnlichen Spatenstich – wir setzen zusammen ein Fundament für die industrielle Innovation unserer Region in den nächsten Jahrzehnten.“
Auch Detlef Struck vom Bauunternehmen Dr. Schoppe unterstrich die regionale Zusammenarbeit bei dem Projekt. Er sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit der Arbeitsgemeinschaft aus Dr. Schoppe und Kögel + Nunne zwei heimische Unternehmen als Generalunternehmer für die Bauleistung verpflichten konnten.“
Fotos: zir