Amelungsborn (red). Im Kloster Amelungsborn startet am Sonntag, 31. Mai 2026, der „artist-in-residence“-Aufenthalt der Eisenbildhauerin, Grafikerin und Texterin Hilke Leu. Die Künstlerin, die in Bremerhaven und Straßburg arbeitet, ist im Rahmen des Residenzprogramms „Kunstäste“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers im Sommer 2026 im ehemaligen Zisterzienserkloster im Landkreis Holzminden zu Gast.
Vernissage in der Klosterkirche
Zum Auftakt beginnt um 11.30 Uhr die Vernissage in der Klosterkirche Amelungsborn. Hilke Leu wird eigene Texte lesen und steht den Besucherinnen und Besuchern für Gespräche zur Verfügung. Musikalisch gestaltet wird die Vernissage vom Trio Alexander Käberich an der Flöte, Stephan Gimenez an der Violine und Iwona Tatarczyk am Violoncello.
Das Programm knüpft an eine lange Tradition an: Kirchen waren nicht nur Orte spirituellen Suchens, sondern auch Orte der Kunst. Klöster galten darüber hinaus immer wieder als Räume des Kunstschaffens und der Kreativität. Diese Tradition soll im Juni 2026, vor den niedersächsischen Sommerferien, im Kloster Amelungsborn neu belebt werden.
Offenes Atelier auf Zeit
Hilke Leu zieht sich für vier Sommerwochen schöpferisch in das Kloster zurück. Das Atelier auf Zeit soll jedoch nicht verschlossen bleiben. Nach einer einwöchigen Einfindungszeit wird die Künstlerin gemeinsam mit dem Kloster Amelungsborn selbst Gastgeberin für Besucherinnen und Besucher.
Eingeladen sind touristische Gäste, Kunstinteressierte, Schülerinnen und Schüler sowie Pilgerinnen und Pilger des Pilgerweges Loccum-Volkenroda. Sie können der Künstlerin bei der Arbeit an ihrer mobilen Schmiede, beim Schaffen einer Installation im gotischen Kirchenraum oder beim Erstellen von Grafiken zu einem beim Pilgern entstandenen Text über die Schulter sehen.
Der Austausch ist ausdrücklich erwünscht: Gespräche können beim Zuschauen, in Workshops oder bei abendlichen Lesungen entstehen. Einige Workshops bieten zudem die Möglichkeit, selbst künstlerisch mitzuwirken.
Finissage im Juni
Die Finissage findet am 27. Juni um 16 Uhr ebenfalls in der Klosterkirche Amelungsborn statt. Dort werden auch Werke zu sehen sein, die während des Aufenthalts im Kloster entstanden sind.
Das sonst durch stille Abgeschiedenheit und Ruhe geprägte Kloster zwischen Solling und Vogler wird damit im Sommer 2026 zu einem Ort der Begegnung und der Teilhabe an zeitgenössischer Kunst.
Für weitere Informationen steht der Altabt des Klosters Amelungsborn, Regionalbischof i.R. Eckhard Gorka, zur Verfügung. Er ist unter der Adresse „Hasenburger Weg“ 67, 21335 Lüneburg, sowie per E-Mail an
Foto: Symbolfoto