Lauenförde (mhn). Nach derzeitigem Stand ist Lauenförde nicht in der bis Ende 2027 reichenden Ausbauplanung der Deutschen Glasfaser berücksichtigt worden. Samtgemeindebürgermeister Philip Becker reagierte enttäuscht auf die Mitteilung: „Die Nachricht der Deutschen Glasfaser ist für den Flecken Lauenförde enttäuschend. Der angekündigte Glasfaserausbau war für viele Bürgerinnen und Bürger sowie für unsere Unternehmen mit großen Erwartungen verbunden. Dass Lauenförde nun bis mindestens Ende 2027 nicht in der Ausbauplanung berücksichtigt wird, ist ein Rückschlag für die digitale Entwicklung unseres Ortes.“
Wirtschaftliche Gründe für Anpassung der Ausbaupläne
Nach Angaben der Deutschen Glasfaser hätten sich in den vergangenen Monaten die Rahmenbedingungen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau spürbar verändert. Unter anderem gestiegene Kapitalkosten stellten die gesamte Branche einschließlich der Baupartner vor neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund habe das Unternehmen seine Ausbauprioritäten im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit angepasst.
Zunächst konzentriere sich die Deutsche Glasfaser auf die Aktivierung bereits erreichter Adressen sowie auf die Umsetzung und den Abschluss bereits beauftragter Projekte. Neue Projekte würden deshalb nur noch sehr selektiv und unter strengen Kriterien beauftragt.
Vorverträge bleiben bestehen
Nach Angaben des Unternehmens sei diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Man wolle weiterhin möglichst vielen Menschen und Unternehmen einen zukunftssicheren Glasfaseranschluss zur Verfügung stellen. Die bestehenden Vorverträge blieben von der aktuellen Entwicklung unberührt.
„Ich werde mich daher weiterhin für eine zukunftssichere Breitband- und Glasfaseranbindung in unserer Samtgemeinde einsetzen. Dazu stehe ich weiter mit möglichen Partnern und Förderstellen im Austausch“, führt Philip Becker abschließend an.
Foto: Philipp Becker