Holzen (red). Der Ith gilt als größtes Klettergebiet Norddeutschlands und zieht regelmäßig Kletter- und Wandertouristinnen und -touristen an. Gerade dafür ist im vergangenen Jahrzehnt mit dem Ithostel, dem Ithwerk und dem Ithwald eine Infrastruktur für Kletterbegeisterte geschaffen worden.
Landrat Michael Schünemann hat sich gemeinsam mit dem Samtgemeindebürgermeister von Eschershausen-Stadtoldendorf, Robert Kumlehn, sowie den Wirtschaftsförderern Jutta Klüber-Süßle und Nicolas Westermeier ein Bild von dem Angebot auf dem Ith gemacht.
„Wir haben mit dem Ith ein besonderes touristisches Potenzial“, betonte Landrat Schünemann. „Da ist es umso wichtiger, dass wir dieses Potenzial für unsere Region ausschöpfen. Genau das versucht das Ithostel zu nutzen.“ Er wünsche sich mehr solcher Anziehungspunkte, an denen das Weserbergland und der Landkreis Holzminden erlebt werden können.
Ausbau touristischer Angebote auf dem Ith
Auf dem Ith hat sich Daniel Dammeier zwischen 2010 und 2015 in Eigenregie einen Betrieb für Kletterfreundinnen und Kletterfreunde aufgebaut, bei dem immer neue Angebote hinzukommen. Das Ithwerk, ein erlebnispädagogisches Seminarzentrum, sowie der eigene Seilgartenbaubetrieb Actionworx haben ihren Platz in einem alten Heizkraftwerk, das bis 2009 noch in Betrieb war.
2010 kaufte Dammeier das ungewöhnliche Gebäude mit einem 30 Meter hohen Schornstein, der heute als Kletterturm dient. Fünf Jahre lang seien jede freie Minute und jeder Cent in den Aufbau des eigenen pädagogischen Angebots geflossen, erklärte Daniel Dammeier.
Ithostel bietet Platz für Gruppen
Bereits damals hatte Dammeier nach eigenen Angaben auch das angrenzende Waldstück und das Gebäude der ehemaligen Dorfschule im Blick, das bereits in den 1990er-Jahren in ein Hotel umgebaut worden war. Im vergangenen Jahr konnte er beide Immobilien erwerben, sodass der „Ithwald“ und das „Ithostel“ das Angebot des Ithwerkes ergänzen.
Künftig soll das mit 30 Betten ausgestattete und barrierefreie Ithostel Gruppen einen Ausgangspunkt für ihre Kletterrouten auf dem Ith bieten. Für dieses Jahr können bereits 1.800 gebuchte Übernachtungen verzeichnet werden.
Infrastruktur als wichtiger Faktor
Im Gespräch mit den Vertretern des Landkreises und der Samtgemeinde ging es unter anderem darum, wie das Klettern auf dem Ith sein touristisches Potenzial und Vorteile für die Region weiter entfalten kann. Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass hierfür eine geeignete Infrastruktur notwendig ist.
Außerdem wurde darüber gesprochen, wie der Ithwald künftig stärker in das erlebnispädagogische Angebot eingebunden werden kann.
Foto: Landkreis Holzminden