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Dienstag, 07. April 2026 Mediadaten Fankurve
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Hellental (red). Zur dörflichen Alltagskultur präsentiert das Historische Museum Hellental als regionales LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur in seinem Museumsschaufenster in Hellental, „Lönsstraße 6“, aus salzglasierter Keramik gefertigte Tischtöpfchen des traditionellen Senfhandwerks.

Senf als traditionsreiches Lebensmittel

Senf ist mit seinen variantenreichen Geschmacksrichtungen eine aus getrockneten, fein gemahlenen gelben, braunen sowie schwarzen Samenkörnern der Senfpflanze hergestellte scharfe Gewürzpaste.

Mit dem blauen Symbol des Düsseldorfer Ankers und dem Monogramm »ABB« wurde der „aechte Düsseldorfer Mostert“ seit dem Jahr 1726 in Düsseldorf aus braunen und gelben Senfkörnern sowie Branntweinessig hergestellt. Die scharf-würzige, malzig-bräunliche Senfspezialität verdankt ihren Namen den Initialen des Firmengründers Adam Bernhard Bergrath. Die älteste eingetragene Senfmarke Deutschlands »ABB« der Firma „A. B. Bergrath Sel. Wwe. – Düsseldorfer Urtyp Mostricht“ wurde 1965 von der Löwensenf GmbH übernommen.

Entwicklung der Senfindustrie

Das Unternehmerehepaar Otto und Frieda Frenzel gründete im Jahr 1903 in Metz die „Erste lothringische Essig- und Senffabrik“. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegten sie den Standort im Jahr 1918 in die damals führende Senfstadt Düsseldorf. Dort entstand 1920 in der „Neuen Düsseldorfer Senfindustrie Otto Frenzel“ der »Löwensenf Extra«.

Am Düsseldorfer Standort stellte das Traditionsunternehmen, das im Jahr 2001 von der Develey Senf & Feinkost GmbH übernommen worden war, Ende 2025 nach mehr als 100 Jahren die Produktion ein.

Regionale Senftradition in Einbeck und Dassel

Auch regional hat die handwerkliche Senfherstellung Tradition: In Einbeck betrieb die Familie von Henry Dähnhardt seit 1923 eine Senffabrik in der Innenstadt. Die Manufaktur bestand bis 1950.

Am 10. April 2010 wurde die handwerkliche Senfherstellung in Einbeck wieder aufgenommen und nach einem Generationswechsel im Januar 2025 nach Dassel verlagert. Dort wird die regionale Spezialität heute ökologisch anspruchsvoll produziert und in Gläser sowie Steinguttöpfchen abgefüllt.

Foto: Klaus A. E. Weber

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