Holzminden (red). Schulen zählen zu den energieintensivsten Gebäuden einer Kommune – entsprechend hoch sind häufig die Betriebskosten. Gleichzeitig fehlen vielerorts finanzielle Mittel für eine umfassende energetische Sanierung. Abhilfe sollen neue Sanierungsschablonen schaffen, die im DatiPilot-geförderten Forschungsprojekt „Zukunftsforum Green Building“ entwickelt wurden.
Vorgestellt werden sie am 19. März von 10 bis 12.30 Uhr im Rahmen eines Abschluss-Workshops an der HAWK Holzminden am "Haarmannplatz 3" im Raum Weserberglandforum. Eingeladen sind Planungsbüros, kommunale Vertreterinnen und Vertreter sowie Unternehmen aus der Baubranche, um die innovativen Werkzeuge kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren. Darüber hinaus gibt es Einblicke in ein Best-Practice-Beispiel sowie Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Eine Anmeldung ist bis 13. März über die Website des Landkreises Holzminden möglich unter https://www.landkreis-holzminden.de/portal/meldungen/abschlussveranstaltung-projekt-zukunftsforum-green-building-900003883-25600.html?rubrik=900000004.
Vielfältiger Nutzen für Städte und Gemeinden
Mit den Sanierungsschablonen stehen praxistaugliche Musterlösungen für die energetische Erneuerung von Schulgebäuden zur Verfügung. Die systematischen Ansätze sollen den komplexen Sanierungsprozess erleichtern, Planungs- und Bauphasen verkürzen und so Zeit sowie Kosten sparen. Zugleich verfolgen die entwickelten Konzepte das Ziel, Schulen nach der Sanierung klimaneutral betreiben zu können. Für Kommunen bedeutet dies langfristig geringere Heizenergieverbräuche und eine deutliche Reduzierung der Ausgaben. Zudem rücken Städte und Gemeinden ihrem Ziel näher, bis spätestens 2040 klimaneutral zu werden.
Das Projekt ist eine Kooperation der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Studiengang Green Building, des Landkreises Holzminden sowie der Klimaschutzagentur Weserbergland. Letztere brachte ihre Praxiserfahrung aus der energetischen Gebäudesanierung ein.
Von Anfang an praxisnah ausgerichtet
Beim Abschluss-Workshop berichten Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule sowie der Klimaschutzagentur über den Entwicklungsprozess der Schablonen und demonstrieren eine erste Anwendung. Um die Praxistauglichkeit sicherzustellen, hatten in den vergangenen Wochen Anwenderschulungen stattgefunden, bei denen die Schablonen kommunalen Fachleuten vorgestellt und mit ihnen diskutiert wurden. Zusätzlich erfolgte eine digitale Prüfung der Lösungen im Hinblick auf angestrebte Zielkriterien wie den Energieverbrauch pro Flächeneinheit. Erkenntnisse aus Diskussionen und Tests flossen unmittelbar in die finale Ausgestaltung ein. Künftig sollen die Sanierungsschablonen als Orientierung und Diskussionsgrundlage für Verwaltungen, Planerinnen und Planer sowie Unternehmen dienen.
Foto: Landkreises Holzminden