Golmbach (red). Am Fasnachtsdienstag brachte der Männergesangverein Golmbach in kleiner Besetzung den passiven Sängesbrüdern über 70, die jahre- oder jahrzehntelang aktiv im Verein gesungen haben, ein Ständchen zum „Fasselabend“. Mit dem Faschingslied „Rumsdidl dumsdidl Dudelsack“, dem Kanon „Trara, das tönt wie Jagdgesang“ und „Ade zur guten Nacht“ wurde bei jedem der ehemaligen Sänger Halt gemacht.
Früher war es in Golmbach Tradition, dass zur Fastnacht, sechs Wochen vor Ostern, die Kinder die Erwachsenen mit einem „Fiübusch“, einem Wacholderzweig, stachen, einen schönen Gruß zum „Fasselabend“ bestellten und dafür Äpfel, Geld oder Ähnliches erhielten. Die ältere Jugend, meist junge Männer, zog verkleidet mit Musik durchs Dorf und sammelte Eier und Wurst in einer Kiepe, die anschließend in einer Gaststätte gemeinsam verzehrt wurden. Einer ging voran und sang:
„Vasselabend is vonabend,
Klingel in´ne Büssen,
alle Jungens hebbet ´ne Bruit,
un eck mott gan un küssen!“
Auch der Männergesangverein Golmbach traf sich im Anschluss an die Dorfrunde im Gasthaus „Zum Rosengarten“ zum gemeinsamen Essen.
Foto: Männergesangverein Golmbach