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Montag, 16. Februar 2026 Mediadaten Fankurve
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Landkreis Holzminden (zir). Im Ausschuss für Klimaschutz, Bau, Umwelt und Kreisentwicklung sind am 12. Februar die aktuellen Verkehrsinfrastrukturprojekte für den Landkreis Holzminden vorgestellt worden. Der regionale Geschäftsbereich Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) informierte dabei über Maßnahmen an Landes- und Bundesstraßen. Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereiches Hameln, erläuterte die Vorhaben aus Sicht des Landes. Die Projekte an den Kreisstraßen stellte Jürgen Twele, Leiter der Straßenmeisterei im Landkreis Holzminden, vor.

Die geplanten Maßnahmen stehen im Kontext der Infrastrukturoffensive von Bund und Land. Niedersachsen stellt im Jahr 2026 ein Investitionsvolumen von rund 170 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken bereit. Unter dem Leitmotiv „170 Millionen, 200 Kilometer Straße, acht Brücken“ soll ein klares Signal gegen den Sanierungsstau und für eine zeitgemäße Mobilität gesetzt werden. Auch wenn nur ein Teil dieser Mittel in den Landkreis Holzminden fließt, bildet das Programm den finanziellen Rahmen für zahlreiche Projekte. Neben regulären Haushaltsmitteln kommt dabei auch ein Sondervermögen zum Einsatz.

Landes- und Bundesstraßen: Fortsetzungen und neue Impulse

Brockmann machte deutlich, dass die Priorisierung bei der Fahrbahnsanierung landesweit nach festen Kriterien erfolge. Berücksichtigt würden unter anderem die Bedeutung als Autobahnzubringer, die Funktion als Umleitungsstrecke, die Verkehrsbedeutung insgesamt sowie der technische Zustand der Straße. Aus dem Sondervermögen würden insbesondere Moorstrecken sowie geschwindigkeits- oder lastbeschränkte Abschnitte einbezogen. Auch Ortsdurchfahrten stünden im Fokus, wobei hier eine enge Abstimmung mit den jeweiligen Gemeinden notwendig sei. Die aktuelle Zustandserfassung 2025 diene darüber hinaus als wichtige Grundlage für das Programm ab 2027.

Für 2026 sind im Landkreis Holzminden mehrere Maßnahmen vorgesehen. So erhält die L 426 zwischen Vahlbruch und Meiborssen eine Durchlasserneuerung. Auf der L 484 in Holzen sowie auf der L 462 zwischen Hohenbüchen und Hohe Warte sind Fahrbahninstandsetzungen geplant. Die L 549 zwischen Boffzen und Neuhaus soll ebenfalls saniert werden.
Ein zentrales Projekt bleibt die Westumgehung Eschershausen im Zuge der B 64. Die Maßnahme wird im Rahmen der Bedarfsplanfortschreibung des Bundesministeriums für Verkehr weiterverfolgt. Aufgrund der anspruchsvollen Topografie und besonderer örtlicher Gegebenheiten gilt das Vorhaben als technisch komplex.

Laufende Projekte und besondere Bauwerke

Im Zuge der B 83 in Hehlen werden die Ersatzbauwerke aus dem Masterplan weiter umgesetzt. Nach Angaben der Landesbehörde ist rund die Hälfte der Arbeiten bereits abgeschlossen. Die Fertigstellung ist bis Sommer vorgesehen. Der betroffene Bereich befindet sich auf Höhe der Esso-Tankstelle.

Ebenfalls an der B 83 läuft die Hangsicherung im Bereich Steinmühle. Die Arbeiten sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Dort kommen Sensoren zum Einsatz, die mögliche Felsabbrüche frühzeitig erkennen sollen. Sie ermöglichen eine schnellere Reaktion im Gefahrenfall. Zudem wird ein Monitoringkonzept nach dem Prinzip des „Building Information Modeling“ umgesetzt. Eine Rettungsübung soll dazu dienen, Einsatzszenarien am Hang unter realistischen Bedingungen zu testen.

Auch bei der Nordostumgehung Eschershausen im Zuge der B 240 schreiten die Arbeiten voran. Hier entsteht unter anderem eine Brücke über dem Bruckweg. Bei diesem Bauwerk wird ebenfalls auf die digitale Planungs- und Überwachungsmethode „Building Information Modeling“ gesetzt.

Neben diesen Vorhaben berichtete der Geschäftsbereich Hameln auch über weitere laufende Maßnahmen. Dazu zählt die Sanierung des Rahmendurchlasses im Zuge der B 83 in Hehlen, deren Bauzeitende für Frühjahr 2026 vorgesehen ist. Ebenso läuft die Sanierung der Gewölbebrücke über die Holzminde im Zuge der L 550 in Holzminden, die ebenfalls 2026 abgeschlossen werden soll.

Darüber hinaus stellte Brockmann neue Projekte in Aussicht. Mit deren Umsetzung könne jedoch erst begonnen werden, sobald eine verbindliche Finanzierungszusage vorliege. Vorbehaltlich dieser Zusage bereite sich die NLStBV darauf vor, weitere Maßnahmen noch in diesem Jahr anzuschieben. Für den Landkreis Holzminden ist in diesem Zusammenhang unter anderem die Fahrbahnsanierung der B 83 zwischen Hehlen und Grohnde vorgesehen.

Kreisstraßen: Kontinuität und gezielte Erneuerungen

Im Anschluss gab Jürgen Twele einen Überblick über die Maßnahmen an den Kreisstraßen. An der Kreisstraße 11 wird die bereits 2025 begonnene Maßnahme mit dem letzten Bauabschnitt fortgeführt. Der betroffene Abschnitt reicht von der B 83 bei Pegestorf bis zur Einmündung der K 38 „Ernestinental“. Die Bauzeit ist mit sechs bis acht Wochen veranschlagt, die Kosten liegen bei rund 700.000 Euro.

In der Ortsdurchfahrt Linnenkamp wird die Kreisstraße 42 grundhaft erneuert. Der Abschnitt erstreckt sich von Stadtoldendorf kommend bis zur Einmündung in die K 44. Wasserverband und Stadtwerke Stadtoldendorf werden im Zuge der Arbeiten auch Ver- und Entsorgungsleitungen erneuern. Fördermittel nach dem NGVFG sind beantragt und inzwischen in Aussicht gestellt worden. Die Bauzeit wird mit vier bis sechs Monaten kalkuliert, die Kosten belaufen sich auf rund 275.000 Euro zuzüglich eines geschätzten Zuschusses von 40.000 Euro für den Regenwasserkanal.

An der Kreisstraße 59 „Kreuzgrund“ wird zwischen der L 584 bei Forst und der K 35 vor Reileifzen eine Erneuerung im Hocheinbau vorgenommen. Auch hier beträgt die Bauzeit sechs bis acht Wochen, die Kosten liegen bei rund 700.000 Euro. Mehrkosten werden durch Einsparungen bei der Maßnahme an der K 40 ausgeglichen.

Die Kreisstraße 40 zwischen Glesse und der L 428 bei Ottenstein wird ebenfalls erneuert. Nach Auswertung von Baugrunduntersuchungen konnte das Sanierungsverfahren so angepasst werden, dass die Erneuerung der Entwässerungsrinnen entfällt. Die Kosten werden mit rund 180.000 Euro angegeben, die Bauzeit mit etwa drei Wochen.

An der Kreisstraße 71 „Hooptalstraße“ wird der Abschnitt vom Schützenhaus bis zur Einmündung in die alte B 64, der künftig an die Gemeinde Negenborn abgegeben wird, mit einer neuen Deckschicht versehen. Die Kosten liegen bei rund 60.000 Euro. Der Landkreis tritt dabei in Vorleistung, beteiligt sich jedoch mit etwa 15.000 Euro Eigenanteil. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 1,5 bis 2,5 Wochen.

Verbesserungen auch für den Radverkehr

Nicht nur der motorisierte Verkehr profitiert von den Investitionen. Der Weserradweg bei Reileifzen erhält im Abschnitt von der „Brille“ bis zur Kolbergsbaude beziehungsweise zur Graver Fähre eine neue Asphaltfahrbahndecke. Für diese Maßnahme sind rund 70.000 Euro eingeplant, die Bauzeit wird mit ein bis zwei Wochen angegeben.

Foto: Symbolfoto

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