Bevern (red). Das Schiedsamt der Samtgemeinde Bevern ist neu besetzt. Nachdem die bisherigen Amtsinhaber Holger Weinberg und Petra Vaal ihr Amt niedergelegt hatten, konnte mit Heidi Herrmann eine Nachfolgerin gewonnen werden.
Der Samtgemeinderat wählte Frau Herrmann bereits im Juni 2025 für den Schiedsamtsbezirk der Samtgemeinde Bevern. Die Verpflichtung erfolgte im Oktober 2025 durch Felix Muntschick, Direktor des Amtsgerichts Holzminden, im Beisein des Samtgemeindebürgermeisters Thomas Junker.
Vermittlung statt Gericht
In jeder niedersächsischen Gemeinde gibt es Schiedsämter. Nach dem Leitgedanken „Schlichten ist besser als Richten“ vermitteln Schiedspersonen als Mediatorinnen und Mediatoren zwischen Konfliktparteien und versuchen, zivilrechtliche Auseinandersetzungen außergerichtlich beizulegen. Ziel ist es, den sozialen Frieden wiederherzustellen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Einfühlungsvermögen und Geduld gelten dabei als wichtige Voraussetzungen. Schiedspersonen hören beiden Seiten zu und begleiten den Prozess hin zu einer einvernehmlichen Lösung.
Kostengünstige Alternative zum Gerichtsverfahren
Das Schiedsamt stellt eine wichtige Instanz dar. Während gerichtliche Verfahren häufig langwierig und kostenintensiv sind, liegen die Gebühren für eine Schlichtungsverhandlung bei unter 100 Euro. Zudem ermöglicht die hohe Quote außergerichtlicher Einigungen in Form eines Vergleichs, dass sich die Beteiligten weiterhin auf Augenhöhe begegnen können.
Besonders bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, die zu den häufigsten Verhandlungsgegenständen zählen, kommt dem Schiedsamt eine bedeutende Rolle zu – vor allem dann, wenn ein dauerhaftes Zusammenleben oder Zusammenarbeiten erforderlich ist.
Foto: Gemeinde Bevern