Holzminden (red). Auf Einladung der B240-Initiative hat Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne den Landkreis Holzminden besucht, um sich ein persönliches Bild vom Ausbaubedarf entlang der Bundesstraße 240 zu verschaffen. Begleitet wurde er von der Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt (SPD).
Der Termin begann am Autohaus Beineke in Holzminden. Dort begrüßten Maren Urban, Vorsitzende der B240-Initiative, sowie weitere Mitglieder den Minister. In einem Austausch stellten sie den aktuellen Planungsstand vor. Seit Jahren setzt sich die Initiative für die Umsetzung der sogenannten „Perlenkette“ ein – ein Gesamtkonzept aus Ortsumgehungen und dem Bau des Ith-Tunnel, das die Verkehrssituation nachhaltig verbessern soll.
Im Anschluss folgte eine Fahrt im E-Lkw über den Ith bis nach Eime. Auf der rund 41 Kilometer langen Strecke verschafften sich Minister Tonne und die weiteren Beteiligten einen direkten Eindruck der anspruchsvollen Streckenführung. Nach etwa 55 Minuten erreichte die Gruppe ihr Ziel.
„Wenn man die Strecke selbst erlebt, wird deutlich, wo die Defizite liegen und warum der Ausbau dringend erforderlich ist“, erklärte Tonne im Anschluss. Die Eindrücke vor Ort hätten die Einschätzungen aus den Planungsunterlagen eindrucksvoll bestätigt. Zugleich dankte er der B240-Initiative für die Organisation des Termins, insbesondere der Vorsitzenden Maren Urban, sowie für die Bereitstellung des E-Lkw. Sein Dank galt auch dem Fahrer, der die Strecke trotz schwieriger Wetterbedingungen sicher bewältigte.
In Eime wurde die Delegation unter anderem vom Samtgemeindebürgermeister Volker Senftleben (SPD) und der Landtagsabgeordneten Andrea Prell (SPD) empfangen. In den Gesprächen hoben die Beteiligten die enge Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg hervor. Einigkeit bestand darüber, dass der Ausbau der B240 ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Region darstellt.
Bedeutung für Verkehrssicherheit und Wirtschaft
Sabine Tippelt betonte die Relevanz des Vorhabens für den Landkreis Holzminden:
„Für unseren Landkreis geht es um Verkehrssicherheit, bessere Erreichbarkeit und wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven. Gerade der Ith-Tunnel ist eines der wichtigsten Projekte für unsere Region. Wir müssen bei Planung und Entscheidungen schneller werden, damit die ‚Perlenkette‘ endlich umgesetzt wird.“
In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Bedeutung der B3 als zentrale Nord-Süd-Verbindung für die überregionale Anbindung. Für die wirtschaftliche Entwicklung und Erreichbarkeit der Region spiele sie eine wichtige Rolle. Derzeit werde geprüft, welche der vor einigen Jahren vorgesehenen Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses – etwa aus dem sogenannten 2+1-Ausbau – bereits umgesetzt worden seien und wo weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Auf dieser Grundlage solle erneut das Gespräch mit dem Ministerium gesucht werden.
Auch Volker Senftleben sprach sich dafür aus, die Projekte im Bundesverkehrswegeplan konsequent weiterzuverfolgen, um eine zeitnahe Realisierung zu erreichen.
Aktuelle Verkehrsdaten im Blick
Darüber hinaus kündigte Tippelt an, sich aktuelle Verkehrsdaten zur B240 vorlegen zu lassen. Von besonderem Interesse sei die Entwicklung der Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren. Sollten keine aktuellen Zahlen vorliegen, wolle sie sich für eine neue Verkehrszählung einsetzen. Eine belastbare Datengrundlage sei entscheidend, um die Dringlichkeit des Ausbaus fachlich fundiert zu untermauern.
Zum Abschluss machten Minister Tonne und Sabine Tippelt deutlich, dass sie sich weiterhin auf Landes- und Bundesebene für die Umsetzung der „Perlenkette“ einsetzen wollen. Der Besuch habe gezeigt, dass konkreter Handlungsbedarf bestehe.






Fotos: zir/spd