Boffzen (zir). In der Samtgemeinde Boffzen ist am Sonntag, 11. Januar, ein neuer Samtgemeindebürgermeister gewählt worden. Philip Becker, der als unabhängiger Einzelbewerber antrat, gewann die Wahl sehr deutlich gegen Kai Zimmermann von der SPD.
Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem der bisherige Samtgemeindebürgermeister Tino Wenkel zum Bürgermeister der Stadt Beverungen gewählt worden war und das Amt in der Samtgemeinde damit vakant wurde. Becker war bislang Allgemeiner Vertreter von Wenkel und wurde erst vor wenigen Tagen durch den Rat der Gemeinde Boffzen zum Gemeindedirektor berufen.
Deutliches Ergebnis in allen Mitgliedsgemeinden
Das Wahlergebnis fiel in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Boffzen klar zugunsten von Philip Becker aus. In der Gemeinde Boffzen erreichte Becker 89,57 Prozent, während Kai Zimmermann auf 10,43 Prozent kam. In der Gemeinde Fürstenberg erhielt Becker 82,78 Prozent der Stimmen, Zimmermann 17,22 Prozent. Im Flecken Lauenförde entfielen 82,42 Prozent der Stimmen auf Becker und 17,58 Prozent auf Zimmermann. Auch in der Gemeinde Derental setzte sich Becker mit 87,02 Prozent deutlich durch, Zimmermann kam dort auf 12,98 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag je nach Mitgliedsgemeinde zwischen rund 35 und knapp 59 Prozent.
Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken
Auch auf Ebene der einzelnen Wahlbezirke zeigte sich ein einheitliches Bild. In Boffzen I erhielt Philip Becker 87,14 Prozent, Kai Zimmermann 12,86 Prozent. In Boffzen II kam Becker auf 91,71 Prozent, Zimmermann auf 8,29 Prozent.
In Derental erreichte Becker 87,02 Prozent, Zimmermann 12,98 Prozent. In Fürstenberg entfielen 82,78 Prozent der Stimmen auf Becker und 17,22 Prozent auf Zimmermann.
Im Wahlbezirk Lauenförde I erhielt Becker 80,56 Prozent, Zimmermann 19,44 Prozent. In Lauenförde II kam Becker auf 83,92 Prozent, Zimmermann auf 16,08 Prozent. In Lauenförde III erreichte Becker 81,89 Prozent, Zimmermann 18,11 Prozent.
Mit dem vorläufigen Endergebnis steht fest, dass Philip Becker die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Boffzen mit einem sehr deutlichen Stimmenvorsprung für sich entschieden hat.
Statements zum Wahlergebnis
Philip Becker zeigte sich überwältigt vom Ausgang der Wahl: „Ich habe mit guten Chancen gerechnet, aber nicht mit einem solchen Ergebnis. Ich danke allen, die mich beim Wahlkampf unterstützt haben – sei es praktisch oder mental. Ohne die vielen Helfer wäre das nicht möglich gewesen.“ Besonders bedankte er sich bei seinem Gegenkandidaten Kai Zimmermann für den fairen Wahlkampf: „Es gab nichts Negatives während des Wahlkampfs, und ich finde es wichtig, dass es fair geblieben ist.“ Becker freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung. „Heute wird noch gefeiert, und ab Mittwoch bereite ich mich intensiv auf meine Amtszeit vor.“ Über den ganzen Tag hinweg sei er nicht nervös gewesen, erst heute Mittag habe ihn die Aufregung etwas eingeholt. „Das Ergebnis ist überragend. Wir haben die Wahl gewonnen, nicht ich allein. Ohne mein Team wäre das nicht möglich gewesen.“ Ein besonderer Dank ging an seine Familie: „Meine Eltern, Schwiegereltern, meine Frau und unser Sohn Felix haben viel mitgemacht. Viele Abende war ich nicht zu Hause. Ständig gab es Termine - fast jeden Abend war ich unterwegs.“
Auch Gudrun Raßmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Boffzen, zeigte sich „geplättet vom Ergebnis“ und dankte allen Unterstützern. „Das ist ein tolles Ergebnis, mehr als nur toll. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit in Verwaltung und Rat."
Daniela Wichmann, Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbands Boffzen, äußerte ihr Bedauern: „Wir bedauern das Ergebnis außerordentlich. Angesichts der kommenden Kommunalwahlen richten wir aber unsere Krone, schauen nach vorne und bereiten uns entsprechend vor.“
Kai Zimmermann, unterlegener Kandidat, gratulierte Becker und dessen Team zum Wahlsieg: „Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, aber es kann nur einen Gewinner geben. Das Leben geht weiter, ich werde mich weiterhin auf meinen Beruf als Architekt konzentrieren.“
Janett Brandt, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Holzminden, zeigte sich ebenfalls enttäuscht: „Wir sind sichtlich enttäuscht, aber es gilt, nach vorne zu blicken. In diesem Jahr stehen immer noch Kommunalwahlen bevor.“

Fotos: zir