Dienstag, 17. März 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln (red). Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat die Bildungsveranstaltung „EnergieWende – Wie wollen wir morgen leben?“ an allen drei berufsbildenden Schulen umgesetzt. Am 5. und 6. März 2026 fanden Projekttage unter dem Titel „Unsere Energiewende!“ an der Elisabeth-Selbert-Schule sowie an der Rüdiger-Butte-Schule statt. Organisiert wurden diese durch das bundesweit ausgezeichnete Team von Multivision e.V., die Finanzierung übernahm der Landkreis als Umweltbildungsangebot für Lernende.

Die Energiewende gilt als eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Umso wichtiger sei es, gemeinsame Ziele zu kennen, lokale Voraussetzungen zu verstehen und vor Ort in den Dialog zu treten. Genau hier setzt das Projekt an: Es vermittelt grundlegendes Wissen und motiviert dazu, sich intensiver mit Klimaschutz und Energiewende auseinanderzusetzen.

Workshops, Austausch und Diskussionen

Der Projekttag richtete sich gezielt an die junge Generation. Zum Auftakt standen Workshops, Rollenspiele, Informationsblöcke sowie Kurzfilme auf dem Programm. Gegen Mittag präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse im Plenum. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, bei der lokale Akteurinnen und Akteure den Jugendlichen Rede und Antwort standen.

Auf dem Podium diskutierten Volker Peters vom BUND, Oliver Nacke vom NABU, Dr. Wilhelm Koops, ehemaliger Leiter der KGS Salzhemmendorf und Kreistagsabgeordneter, sowie Christiane Lampen von der Kreisverwaltung Hameln-Pyrmont. Auf die Frage eines Schülers nach langen Umsetzungszeiten bei Projekten verwies Koops auf Genehmigungsverfahren und rechtliche Möglichkeiten: „In unserer Demokratie kann jede Entscheidung auf verschiedenen Gerichtsebenen langjährig beklagt werden.“ Zugleich erklärte er, es könne „von Vorteil sein, die Klagemöglichkeiten zu verkürzen, um schneller in die Umsetzung zu kommen“, und verwies auf internationale Beispiele.

Oliver Nacke zeigte sich beeindruckt vom Engagement und den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dies stimme ihn optimistisch, da in der jungen Generation großes Potenzial stecke, aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Klimaschutz beizutragen. Er rief dazu auf: „Schlagen Sie diesen Weg auch beruflich ein und arbeiten Sie mit an diesen wichtigen Zukunftsaufgaben.“

Die Projekttage sollen im August an der Theodor-Heuss-Realschule fortgesetzt werden.

Landrat Dirk Adomat betonte die Bedeutung des Angebots: „Mit diesem Angebot wollen wir das Interesse der Jugendlichen anregen, ihre persönliche Position zum Thema Energiewende zu finden und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten zu erkennen. Klimaschutz wird nur gelingen, wenn es eine breite gesellschaftliche Akzeptanz gibt und möglichst jede und jeder seinen Teil beiträgt. Daher ist es sehr wichtig, dazu proaktiv mit jungen Menschen in den Austausch zu treten.“

Multivision e.V. ist als Maßnahme „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen ausgezeichnet und zählt zu den größten Akteuren der Nachhaltigkeitsbildung in Deutschland.

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