Freitag, 13. März 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln (red). Wo bislang rund 300 Quadratmeter Beton und Pflastersteine lagen, soll künftig wieder Grün wachsen. Die Stadt Hameln entsiegelt ab Montag, 16. März, eine Fläche unterhalb der Thiewallbrücke und schafft dort eine sogenannte Frisch- oder Fettwiese. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Stockhof und dient als ökologische Ausgleichsfläche.

In den kommenden Tagen wird die vorhandene Asphaltfläche vollständig entfernt. Anschließend wird der Bereich mit Oberboden aufgefüllt und neu eingesät. Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt ein naturnahes Stück Grün, das an die feuchten Standortbedingungen in unmittelbarer Nähe zur Weser angepasst ist.

Lebensraum für Insekten und andere Tiere

Aufgrund der Lage entwickelt sich dort eine Frischwiese, auch Fettwiese genannt. Der Begriff leitet sich vom nährstoffreichen Boden ab. Anders als bei farbenfrohen Blühwiesen wachsen auf solchen Flächen vor allem Gräser und Binsen. Auch wenn sie optisch zurückhaltender wirken, bieten sie zahlreichen Insektenarten wertvolle Lebensräume.

Diese wiederum dienen unter anderem Fledermäusen als Nahrungsgrundlage. Die Wiese wird künftig einmal im Jahr gemäht und zu Heu verarbeitet. Das verwendete Saatgut ist regionstypisch und wurde in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde ausgewählt.

Ausgleich für Bauarbeiten am Stockhof

Die Entsiegelung ist Teil der Ausgleichsmaßnahmen für die aktuell laufenden Arbeiten am Stockhof. Dort wird das Weserufer neu gestaltet. In den kommenden Monaten entstehen an dieser Stelle Weserterrassen mit einem direkten Zugang zum Wasser.

Mit der neuen Wiese an der Thiewallbrücke soll ein Stück Natur zurückgewonnen werden, das zusätzlichen Lebensraum schafft und zugleich zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas beiträgt.

Der Baubeginn ist für Montag, 16. März, vorgesehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich rund zwei Wochen dauern. Der angrenzende Radweg bleibt während dieser Zeit befahrbar. Lediglich bei der Anfahrt und Materialanlieferung kann es kurzfristig zu kleineren Beeinträchtigungen kommen.

Foto: Stadt Hameln

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