Samstag, 14. Februar 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln (red). Der Geschäftsbereich Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat sein Bauprogramm für 2026 vorgestellt. Zuständig ist der Bereich für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg. Damit rückt ein Jahr in den Blick, das im Zeichen umfangreicher Investitionen in die regionale Infrastruktur steht.

Das Land Niedersachsen stellt aus seinem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes bis einschließlich 2035 insgesamt 500 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken bereit – 50 Millionen Euro pro Jahr. Zusammen mit den regulären Haushaltsmitteln stehen 2026 rund 170 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken zur Verfügung. Dieses Bündel aus Landes- und Bundesmitteln bildet das Zukunftsprogramm Infrastruktur für Niedersachsen.

Im regulär finanzierten Teil des Bauprogramms finden sich wie in jedem Jahr Maßnahmen, die baureif sind oder fortgeführt werden. Dazu zählen Sanierungen, Um- und Ausbauten von Straßen und Brücken sowie der Neubau von Radwegen. Die zusätzlichen Projekte aus dem Sondervermögen wurden nach Dringlichkeit priorisiert. Berücksichtigt werden vor allem Strecken mit schlechtem Fahrbahnzustand, Temporeduzierungen oder problematischem Untergrund – etwa in Moorgebieten oder bei schwerem Baugrund. Auch bei Brücken entscheidet die Dringlichkeit über Sanierung oder Ersatzneubau.

Laufende Maßnahmen

Zu den laufenden Projekten zählen:

  • B 83: Sanierung des Rahmendurchlasses in Hehlen, Bauzeitende Frühjahr 2026

  • B 238: Brückensanierung in Rinteln, Bauzeitende Frühjahr 2026

  • Ortsumgehung Coppenbrügge/Marienau: Fortsetzung des Dammbaues sowie Beginn von drei Brückenbauwerken

  • Ortsumgehung Eschershausen: Beginn eines Brückenbauwerkes

  • L 550: Sanierung der Gewölbebrücke über die Holzminde in Holzminden, Bauzeitende Mai 2026

Neue Maßnahmen an Bundesstraßen

Vorbehaltlich der Finanzierungszusage sind folgende Projekte geplant:

  • B 83 Hehlen – Grohnde: Fahrbahnsanierung

  • B 83 Bereich Ohr: Erweiterung des Fangzauns

  • B 238 Rinteln – Steinbergen: Fahrbahnsanierung

  • B 441 Ortsdurchfahrt Hagenburg: Fahrbahnsanierung

Neue Maßnahmen an Landesstraßen
  • L 453 Bergkirchen – Hagenburg: Fahrbahnsanierung (Sondervermögen)

  • L 447 Obernwöhren – Reinsen: Fahrbahnsanierung (Sondervermögen)

  • L 426 Vahlbruch – Meiborssen: Fahrbahnsanierung und Erneuerung des Durchlasses

  • L 484 Holzen – Grünenplan: Fahrbahnsanierung

  • L 429 Welsede – Grohnde: Fahrbahnsanierung (Sondervermögen)

  • L 462 Hohenbüchen – Hohe Warte: Fahrbahnsanierung

  • L 549 Boffzen – Neuhaus: Fahrbahnsanierung (Sondervermögen)

  • L 372 Ortsdurchfahrt Niedernwöhren: Fahrbahnsanierung

  • L 443 Ortsdurchfahrt Apelern: Fahrbahnsanierung (Sondervermögen)

  • L 441 Ortsdurchfahrt Obernkirchen, Rintelner Straße: Fahrbahnsanierung

Brückenmaßnahmen
  • L 446 Rusbend: Ersatzneubau Vorflutgraben

Kreisstraßen im Landkreis Hameln-Pyrmont
  • K 6 Ortsdurchfahrt Benstorf: Instandsetzung

  • K 36 Ortsdurchfahrt Reinerbeck bis Ortsdurchfahrt Aerzen: Instandsetzung

  • K 5 einschließlich Ortsdurchfahrt Osterwald inklusive Radweg: Instandsetzung

  • K 36 Ortsdurchfahrt Reinerbeck bis Grenze Nordrhein-Westfalen: Instandsetzung

  • K 28 Ortsdurchfahrt Hemeringen sowie Ortsdurchfahrt und Gemarkung Friedrichshagen: Instandsetzung

Kreisstraßen im Landkreis Schaumburg
  • Ortsausgang Cammer bis Kreuzung mit der K 1

  • Ortsdurchfahrt Heuerßen

  • Ortslage und freie Strecke im Bereich der Ortsdurchfahrt Beckedorf bis nach Riepen

  • Ortslage und freie Strecke im Bereich der Ortsdurchfahrt Beckedorf bis zur K 30 im Bereich Lindhorst

  • Ortslage Wiedenbrügge von K 37 Kreisverkehrsplatz bis K 38

  • Bereich Wiedensahl von L 372 bis Landesgrenze und Ortsdurchfahrt Wiedensahl, verschiedene Teilabschnitte

  • Ortsdurchfahrt Apelern bis L 444

  • Ortsdurchfahrt Reinsdorf von L 454 bis Lyhren und von Lyhren bis K 54

  • Ortsdurchfahrt und freie Strecke im Bereich Röcke

Ampelanlagen

Neben Straßen und Brücken rücken auch Lichtsignalanlagen in den Fokus. Mehrere Anlagen werden technisch modernisiert und mit LED-Technik sowie Einrichtungen für sehbehinderte Menschen ausgestattet:

  • KLSA K 72/Wermuthstraße Bad Münder: Kompletterneuerung in LED-Technik inklusive Einrichtungen für Sehbehinderte

  • FLSA L 441/Bahnhofstraße Rinteln: Kompletterneuerung in LED-Technik inklusive Einrichtungen für Sehbehinderte

  • KLSA L 426/Hauptallee Bad Pyrmont: Kompletterneuerung in LED-Technik inklusive Einrichtungen für Sehbehinderte

  • FLSA L 370 Ottensen: Austausch des Steuergerätes und der Signalgeber inklusive Einrichtungen für Sehbehinderte

Baubeginne und Dauer der einzelnen Maßnahmen stehen noch nicht fest. Weitere Details – auch zu Kosten – sollen rechtzeitig in gesonderten Mitteilungen folgen.

Anschaffungen für die Straßenmeistereien

Auch die Ausstattung der Straßenmeistereien wird weiterentwickelt:

  • Straßenmeisterei Hameln: ein Unimog für 588.000 Euro mit modernisierter Ausstattung

  • Straßenmeisterei Rinteln: ein kleiner Schlepper

  • Straßenmeisterei Eschershausen: ein Elektroschlepper zu Testzwecken von April bis Dezember

  • Straßenmeisterei Stadthagen: ein Schneepflug

Timo Quander, Präsident der NLStBV, erklärte: „Die Finanzmittel des Landes und die zusätzlichen Mittel des Bundes eröffnen uns die großartige Chance, unsere Infrastruktur an vielen wichtigen Stellen in einen besseren Zustand zu versetzen. Diese Investitionen verbessern die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur und sind ein wichtiger Baustein für unser aller Mobilität.“

Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereichs Hameln, betonte: „Mit den jetzt vorhandenen Mitteln werden wir unsere Region in Sachen Infrastruktur weiter stabilisieren und modernisieren können. Bezüglich des Erhalts und des Baus neuer Projekte sind wir sehr gut aufgestellt und werden nachhaltig unseren Beitrag zum Funktionieren des Verkehrswegesystems im Weserbergland leisten können.“ Zudem unterstrich er, dass Maßnahmen eng mit Kommunen und Versorgungsträgern abgestimmt würden, um Bauarbeiten wirtschaftlich und möglichst verkehrsverträglich umzusetzen.

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