Donnerstag, 12. Februar 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln (red). Mit einer Auftaktveranstaltung im Forum der Elisabeth-Selbert-Schule ist am 11. Februar 2026 die Wanderausstellung „HerzSchlag – Wenn aus Liebe Gewalt wird“ offiziell eröffnet worden. Vertreterinnen und Vertreter aus Polizei, Politik, Schule und dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt setzten damit ein sichtbares Zeichen gegen (Ex-)Partnerschaftsgewalt.

Nach einer kurzen Anmoderation durch Patrizia Vukobradovic, Geschäftsführerin der interdisziplinären Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt (IKoSt), begrüßte Schulleiter Björn Ole Lenz die Gäste. Die Ausstellung mache vieles sichtbar, was ansonsten verborgen bleibe, betonte er. Landrat Dirk Adomat hob in seinem Grußwort hervor, wie wichtig es sei, das Thema bei jungen Menschen in den Fokus zu rücken.

Die offizielle Eröffnung nahm die Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Göttingen, Tanja Wulff-Bruhn, vor. Sie wies eindringlich auf alarmierende Fallzahlen und ein großes Dunkelfeld hin. Mareike Lotte Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unterstrich die Bedeutung frühzeitiger Präventionsarbeit und berichtete von bundespolitischen Bemühungen in diesem Themenfeld.

Bewegende Akzente setzten die von einer Schülerin vorgetragenen Betroffenenberichte. Einen fachlichen Einblick in Zielsetzung und Aufbau der Kampagne gab Lena Kramer vom Landeskriminalamt Niedersachsen. Sie stellte aktuelle Forschungsergebnisse vor und erläuterte diese.

Hohe Fallzahlen als Hintergrund der Kampagne

Die Kampagne „HerzSchlag“ wurde vom Landeskriminalamt Niedersachsen unter der Schirmherrschaft der Niedersächsischen Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, initiiert. Hintergrund sind weiterhin hohe Fallzahlen häuslicher Gewalt: 32.545 registrierte Fälle wurden 2024 in Niedersachsen erfasst – statistisch nahezu 90 pro Tag.

Die Ausstellung sensibilisiert für Dynamiken von Gewalt in Beziehungen, macht Warnsignale sichtbar und ermutigt Betroffene sowie deren Umfeld, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Gewalt beginne nicht erst mit einem Schlag, sondern häufig mit Kontrolle, Isolation und Angst.

Ausstellung bis 25. Februar in Hameln

Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden präsentiert die Wanderausstellung gemeinsam mit der IKoSt noch bis 25. Februar 2026 in der Cafeteria der Elisabeth-Selbert-Schule, „Langer Wall 2“ in Hameln. Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe sowie weitere Gruppen haben bereits begleitete Termine gebucht.

Kurzfristige Gruppenanmeldungen sind per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.

Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung vom 18. Februar bis 20. Februar 2026 jeweils von 14 bis 18 Uhr ohne Voranmeldung geöffnet.

„HerzSchlag“ umfasst neben der Wanderausstellung eine begleitende Website mit Beiträgen von Expertinnen und Experten, einem Kurzfilm, dem interaktiven Spiel „Red Flag oder Green Flag“ sowie Audiobeiträgen mit Betroffenenberichten. Ziel ist es, insbesondere Jugendliche ab der 9. Schulklasse für Warnsignale in Beziehungen zu sensibilisieren und Präventionsarbeit nachhaltig zu stärken. Weitere Informationen sind unter www.herzschlag-kampagne.de abrufbar.

Foto: LKA Niedersachsen

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