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Donnerstag, 30. April 2026 Mediadaten Fankurve
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Holzminden (red). Das Kreisveterinäramt Holzminden hat gemeinsam mit dem ABC-Zug der Kreisfeuerwehr Holzminden den Ernstfall geprobt. Ziel war es, die Handlungsabläufe bei einer ausbrechenden Tierseuche zu trainieren. Die Übung fand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb von Sven Kumlehn in Holzminden statt. Als Beobachtende nahmen weitere Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehr und THW teil.

Übung zur Vorbereitung auf Tierseuchen

Der Ausbruch hochansteckender Tierseuchen wie der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg, der derzeit grassierenden Geflügelpest sowie der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen habe die Mitarbeitenden des Kreisveterinäramtes und der Kreisfeuerwehr dazu motiviert, konkrete Maßnahmen gegen eine mögliche Seuchenausbreitung erneut zu trainieren, begründet die leitende Kreisveterinärin Dr. Anke Rothe die Übung. „Wir wollen auf einen möglichen Ausbruch im Landkreis Holzminden vorbereitet sein. Bei einem Ernstfall muss die Vorgehensweise sitzen. Da bleibt keine Zeit für Fragen“, so Rothe.

Ziel der Übung war es, den Aufbau und Betrieb einer Fahrzeughygieneschleuse unter Praxisbedingungen zu erproben und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit der vom Landkreis angeschafften Anlage zu überprüfen.

Schneller Aufbau der Hygieneschleusen

Die Einsatzkräfte des ABC-Zuges unter Leitung von Zugführer Stephan Brandt bauten im Zufahrtsbereich des Betriebes die Fahrzeugschleuse auf. Diese dient dazu, Fahrzeuge beim Verlassen von Restriktionszonen gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, um eine Weiterverbreitung von Erregern zu verhindern.

Zeitgleich errichteten die Amtstierärztinnen Dr. Vesterling, Dr. Karte und Dr. Topp eine Personenschleuse und bereiteten sich auf tierärztliche Maßnahmen vor. Dazu zählen unter anderem die Untersuchung der Tiere sowie Probenahmen. Bereits nach rund 50 Minuten waren beide Dekontaminationsschleusen betriebsbereit.

Positive Bilanz und wichtige Erkenntnisse

Das Fazit aller Beteiligten, einschließlich des Betriebsinhabers Sven Kumlehn und der Beobachtenden, fiel positiv aus. Neben dem reibungslosen Ablauf wurden auch logistische Fragen diskutiert, etwa zur Entsorgung von Desinfektionsmitteln, zur möglichen Ergänzung durch einen Sprühbogen sowie zur Personalplanung und Schutzausrüstung.

Dr. Anke Rothe betonte abschließend die Bedeutung des Zusammenspiels aller Beteiligten: Hygieneschleusen seien ein zentrales Instrument, um im Falle eines Tierseuchenausbruchs die Ausbreitung von Erregern zu verhindern. „In einer Echtlage ist Zeit ein entscheidender Faktor, damit eine Tierseuche nicht weiter um sich greift.“

Fotos: Landkreis Holzminden

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