Bodenwerder (awin). Vor dem Amtsgericht Holzminden ist am Dienstagvormittag ein Fall wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs verhandelt worden. Angeklagt ist ein 46 Jahre alter Mann aus Lünen. Ihm wird vorgeworfen, im Juni 2023 in Bodenwerder drei Betrugsstraftaten begangen zu haben. Der mutmaßliche Gesamtschaden liegt nach Gerichtsangaben bei 3445,15 Euro.
Im Mittelpunkt der Vorwürfe stand unter anderem die angekündigte Sanierung einer Fußbodenheizung. Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Mann dafür eine Anzahlung von 800 Euro entgegengenommen haben, ohne die Arbeiten anschließend auszuführen. Zudem soll er Baumaterialien bestellt, abgeholt und nicht bezahlt haben. Um dabei einen Neukundenrabatt zu erhalten, soll sogar ein Überweisungsauftrag gefälscht worden sein. In einem weiteren Fall soll der Angeklagte Geld für Reparaturarbeiten angenommen haben, die Leistung aber erneut schuldig geblieben sein.
Verfahren wird an das Schöffengericht abgegeben
Vor Gericht bestritt der 46-Jährige, die ihm vorgeworfenen Taten vorsätzlich begangen zu haben. Er erklärte, wegen erheblicher gesundheitlicher Probleme längere Zeit im Krankenhaus gewesen zu sein und deshalb zugesagte Arbeiten nicht ausgeführt zu haben. Nach seiner Darstellung habe ihn einer der mutmaßlich Geschädigten dort sogar besucht und ihm gesagt, er solle sich zunächst in Ruhe auskurieren. Zwischenzeitlich habe er sich außerdem mit Corona infiziert. Dies kommentierte er mit den Worten: „Dumm gelaufen“.
Da der Angeklagte die Vorwürfe bestritt, beantragte der vorsitzende Richter, das Verfahren an das Schöffengericht zu überstellen. Zur weiteren Aufklärung sollen Zeugen geladen werden. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Pflichtverteidigerin stimmten dem Antrag zu. Die Hauptverhandlung wurde daraufhin ausgesetzt.