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Mittwoch, 11. März 2026 Mediadaten Fankurve
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Neuhaus (red). Bei Bauarbeiten in Neuhaus sind am späten Mittwochnachmittag Munition und Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt Holzminden handelt es sich um Kampfmittel, die an Ort und Stelle gesprengt werden sollen. Der Fund wurde im Bereich der Straße „Am Roten Wasser“ gemacht.

Aus Sicherheitsgründen wird ein Bereich im Umkreis von rund 300 Metern um die Fundstelle evakuiert. Die Stadt Holzminden hat gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse eingerichtet, um die Lage zu koordinieren.

Evakuierung von rund 75 Haushalten beginnt

Nach Angaben der Einsatzkräfte sollen etwa 75 Haushalte im betroffenen Bereich evakuiert werden. Polizei und Ordnungsamt beginnen damit, die betroffenen Wohnungen und Häuser aufzusuchen und die Bewohnerinnen und Bewohner über die bevorstehenden Maßnahmen zu informieren.

Wer nicht angetroffen wird, soll über Handzettel informiert werden, die an den Häusern hinterlassen werden. Betroffene werden gebeten, sich möglichst zu Bekannten oder Freundinnen und Freunden außerhalb der betroffenen Zone zu begeben.

Als Sammelstelle dient das Haus des Gastes. Dorthin sollen betroffene Anwohnerinnen und Anwohner ausschließlich zu Fuß gelangen. Der Parkplatz am Haus des Gastes steht während des Einsatzes nicht zur Verfügung. Beim Verlassen der Gebäude sollen die Bewohnerinnen und Bewohner außerdem gebeten werden, ihre Fenster auf Kipp zu stellen.

Mehrere Straßen rund um Neuhaus gesperrt

Aufgrund des Einsatzes kommt es zudem zu Verkehrsbehinderungen. Mehrere Straßen in Richtung Neuhaus im Solling wurden gesperrt. Betroffen sind die B497 aus Richtung Solling, die L549 aus Richtung Solling, die K50 auf Höhe des Sägewerks, die B497 aus Richtung Schönhagen sowie die B549 aus Richtung Boffzen.

Wie lange die Evakuierung und die vorbereitete Teilsprengung der gefundenen Kampfmittel dauern werden, ist derzeit noch offen. Die Einsatzkräfte sichern das Gebiet und bereiten die weiteren Maßnahmen vor.

Live-Ticker – Kampfmittelfund in Neuhaus

18.44 Uhr: Die Einsatzleitung geht derzeit davon aus, dass die Evakuierung schnell, problemlos und geordnet verlaufen wird. Die eigentliche Sprengung der Kampfmittel wird nach derzeitigen Planungen auf etwa 20 Minuten angesetzt. Wie lange der gesamte Einsatz insgesamt dauern wird, ist derzeit jedoch noch offen. Auch Holzmindens Bürgermeister Christian Belke ist vor Ort und informiert sich über die Lage.

19.19 Uhr: Die Evakuierung im Bereich der Fundstelle „Am Roten Wasser“ hat begonnen. Einsatzkräfte gehen nun von Haus zu Haus, um die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner zu informieren. Insgesamt drei Trupps sind derzeit im Einsatz, um die rund 75 Haushalte im Evakuierungsbereich aufzusuchen. Wie lange die Evakuierung dauern wird, ist derzeit noch unklar. Die Dauer hängt unter anderem davon ab, ob sich bettlägerige Personen in den betroffenen Haushalten befinden.

19.20 Uhr: Nach Abschluss der Evakuierung soll der Gefahrenbereich zusätzlich mit einer Drohne abgeflogen werden. Damit soll überprüft werden, ob sich noch Personen im Sperrgebiet aufhalten. Erst wenn der Bereich vollständig geräumt ist, erhält der Kampfmittelräumdienst die Freigabe für die geplante Sprengung.

19.21 Uhr: Der Beginn der Sprengung wird derzeit gegen etwa 21 Uhr erwartet.

19.22 Uhr: Für Betroffene stehen vor Ort auch Seelsorgerinnen und Seelsorger bereit. Zudem ist ein Medikamentennotdienst eingerichtet worden, falls Bewohnerinnen oder Bewohner wichtige Medikamente in ihren Häusern zurückgelassen haben.

19.23 Uhr: Insgesamt sind zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt. Nach Angaben der Einsatzleitung gehören dazu 31 Kräfte der Polizei, rund 80 Feuerwehrleute, zehn Mitarbeitende der Verwaltung sowie fünf Kräfte des Ordnungsamtes. Auch der Rettungsdienst des Landkreises Holzminden ist mit drei Einheiten im Einsatz. Insgesamt befinden sich damit zeitweise bis zu rund 150 Einsatzkräfte vor Ort.

19.24 Uhr: Nach aktuellen Einschätzungen müssen etwa 150 Menschen aus dem Evakuierungsbereich ihre Wohnungen verlassen.

19.26 Uhr: Personen mit Smartphone dürften nach Angaben der Einsatzleitung bereits über Warn-Apps über die Gefahr informiert worden sein.

19.27 Uhr: Das Evakuierungsgebiet wird durch mehrere Straßen begrenzt: südlich der „Lindenstraße“, westlich der Straße „Mönnekendamm“, nördlich der Straße „Waldwinkel“ innerhalb des Gefahrenbereichs sowie ostwärts durch die L549. Alle Bereiche innerhalb dieser Grenzen werden evakuiert.

19.28 Uhr: Für die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner werden Getränke bereitgestellt. Eine Verpflegung mit Essen ist derzeit noch nicht vorgesehen.

19.34 Uhr: Die ersten evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner treffen an der Sammelstelle im Haus des Gastes ein. Dort werden sie von Einsatzkräften betreut. Einzelne bringen auch ihre Hunde oder Katzen mit. Die Ankommenden werden registriert, damit die Einsatzleitung nachvollziehen kann, aus welchen Häusern bereits Menschen evakuiert worden sind.

19.41 Uhr: Nach Angaben von Holzmindens Bürgermeister Christian Belke sind derzeit insgesamt 142 Einsatzkräfte beteiligt. Dazu gehören 31 Kräfte der Polizei, 75 Feuerwehrleute aus Neuhaus, Silberborn und Holzminden, 17 Kräfte des Rettungsdienstes, 14 Mitarbeitende der Verwaltung, drei Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger sowie zwei Mitarbeitende der Stadtwerke.

20.02 Uhr: Bei den Bauarbeiten wurden nach Angaben der Einsatzleitung insgesamt sechs Panzerfaustköpfe sowie weitere Infanteriemunition entdeckt. Als besonders gefährlich gelten die Panzerfaustköpfe. Diese sind nicht mehr transportfähig und sollen daher direkt vor Ort gesprengt werden.

20.03 Uhr: Nach aktuellen Angaben halten sich derzeit rund 50 evakuierte Bewohnerinnen und Bewohner in der Sammelstelle im Haus des Gastes auf.

20.04 Uhr: Nach Angaben der Einsatzleitung wurden bislang sechs Panzerfaustköpfe sowie mehr als 100 Teile Infanteriemunition gefunden. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass im Bereich der Baustelle noch weitere Kampfmittel entdeckt werden. Die Panzerfaustköpfe sind nicht mehr transportfähig und sollen deshalb vor Ort gesprengt werden.

20.12 Uhr: Der erste Evakuierungsdurchgang ist nach Angaben der Einsatzleitung inzwischen zu rund 75 Prozent abgeschlossen. Ein zweiter Trupp ist derzeit unterwegs, um weitere Haushalte im Gefahrenbereich aufzusuchen. Fahrzeuge mit Lautsprecherdurchsagen sind insgesamt viermal durch das betroffene Gebiet gefahren, um die Bewohnerinnen und Bewohner über die Evakuierung zu informieren. Diese Durchsagen sind inzwischen abgeschlossen.

20.18 Uhr: Sollte die Evakuierung früher als geplant abgeschlossen sein, wollen Feuerwehr und Polizei die Bevölkerung informieren. Anschließend wird das Gebiet zunächst mit einer Drohne überflogen und mit einer Wärmebildkamera überprüft, ob sich noch Personen im Gefahrenbereich befinden. Erst danach kann der Kampfmittelräumdienst mit der Sprengung beginnen.

20.24 Uhr: Aus Kreisen der Verantwortlichen heißt es, dass die geplante Sprengung der Panzerfaustköpfe deutlich hörbar sein dürfte. Auch außerhalb des Sperrbereichs ist daher mit einem lauten Knall zu rechnen.

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