Delligsen (red). Nachdem es am Freitag, 27. Februar 2026, zu einer Bedrohung mit einer Schusswaffe in Delligsen gekommen ist, hat die Polizei weitere Details zum Ablauf des Einsatzes bekannt gegeben.
Gegen 12:36 Uhr waren Polizeikräfte über eine mögliche Bedrohungslage in der „Dr.-Jasper-Straße“ informiert worden. Nach ersten Hinweisen sollte dort ein Mann eine Person mit einer Waffe bedrohen.
Nach aktuellen Erkenntnissen klingelte ein 19-jähriger Handelsvertreter an der Tür eines Wohnhauses. Ein 9-jähriger Junge öffnete. Als dessen Vater hinzukam, entwickelte sich zwischen dem 19-Jährigen und dem Vater ein Streitgespräch. Ein weiterer 52 Jahre alter Angehöriger wurde auf die Situation aufmerksam, trat hinzu und soll den 19-Jährigen unvermittelt mit einer Schusswaffe bedroht haben. Der junge Mann flüchtete, um sich in Sicherheit zu bringen.
Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den 52-Jährigen dazu bewegen, das Haus zu verlassen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung zeigte sich der Mann kooperativ und nannte den Beamtinnen und Beamten den Aufbewahrungsort der Waffe. Dabei handelte es sich um eine Schreckschusswaffe, die sichergestellt wurde.
Der Beschuldigte wurde für weitere Maßnahmen zur Dienststelle nach Holzminden gebracht. Verletzt wurde niemand. Gegen den Delligser wurden Ermittlungen wegen Bedrohung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.